Oktober 2013 Archive

Am vergangenen Wochenende (26./27. Oktober) fand der Frankfurter Perl-Community Workshop 2013 im Haus der Jugend statt.

Am Samstag fanden sich 12 Perl-Interessierte im Gartenhaus der Jugendherberge ein. Im Vorraum gab es etwas Verpflegung und im hinteren Raum gab es dann einige Vorträge. Bevor es mit den Vorträgen losging, wurde erstmal gesammelt wer etwas vortragen möchte. So ein kleiner Workshop wird häufig zur Vorbereitung auf eine größere Veranstaltung (z.B. Deutscher Perl-Workshop) genutzt oder eine verbesserte Version eines früheren Vortrags wird gezeigt.

Den Einstieg in den diesjährigen Workshop machte Herbert Breunung mit seinem "Perl6 vs. Moose"-Vortrag. In so einem kleinen Rahmen besteht auch eher die Möglichkeit, Fragen zu stellen bzw. Diskussionen zu führen. Das wurde auch hier genutzt um etwas mehr zu den Fähigkeiten von Perl6 zu erfahren.

Als nächstes stellte Wolfgang Kinkeldei 10 "Patterns" vor, die er in Testcodes (auch auf CPAN) gefunden hatte und die man meiden sollte. Direkt im Anschluss hat Helmut ein Stück Code aus dem wahren Leben gezeigt, bei dem es um einen Regulären Ausdruck mit while-Schleife ging. Wir haben dann eine knappe Stunde über Reguläre Ausdrücke gesprochen - z.B. auch was ein leeres Pattern (mal nach "empty" in perlreref suchen) genau macht und was das im eigenen Code bedeuten kann.

Beim Italiener gab es dann erstmal Mittagessen, bevor es mit den Vorträgen weiterging. Da ich die Reihenfolge nicht mehr genau im Kopf habe (und es gibt kein Programm wo ich es nachlesen könnte), hier einfach die Vorträge in wahlloser Reihenfolge.

LanX stellt einen Regulären Ausdruck vor, mit dem Sachen außerhalb von Quotes ersetzt werden können. Auch das führte zu weiteren Diskussionen rund um Reguläre Ausdrücke. Auch Stefan Limbacher brachte einen Regulären Ausdruck in seinem Vortrag unter: Den Regulären Ausdruck um Mail-Adressen zu validieren. In diesem Vortrag ging es darum, was alles eine gültige E-Mail-Adresse darstellt und welche falschen Annahmen in Projekten bzgl. Mail-Adressen gemacht werden (Maximallänge von x Zeichen, nur genau ein "@" in einer Mail-Adresse, max. drei Zeichen bei der TLD, ...). Herbert stellte GCL (Wx::Perl::Smart) vor, mit dem er die Programmierung von GUIs mit wxPerl vereinfachen will.

Renée hat kurz seine Ideen zu einem System für das automatisierte Testen von OTRS-Erweiterungen vorgestellt. Mit OPAR existiert eine Plattform für freie OTRS-Erweiterungen. Diese sind aber nicht unbedingt (gut) getestet, was mit dem System geändert werden soll. Ein weiterer Vorteil eines solchen Workshops ist, dass man jede Menge Ideen und Feedback zu eigenen Projekten bekommen kann.

Max hat eine Minichat-Anwendung vorgestellt, eigentliches Thema war dabei aber, wie man JavaScript-Fehler in die eigene Anwendung gemeldet bekommt. Er hat dabei Bibliotheken gezeigt, mit denen Stacktraces von JavaScript-Fehlern an die eigene Anwendung übermittelt werden können.

Am Sonntag waren wir in etwas dezimierter Form wieder im Gartenhaus anzutreffen. Da auch nicht mehr ganz so viele Vorträge auf der Liste standen, fand der Workshop schon um 15 Uhr seinen Abschluss. Aber auch die Vorträge am zweiten Tag waren sehr interessant: Herbert hat einen Vortrag über Complete Programming gehalten. Gewisse Berührungspunkte gab es dabei auch zum "Domain Driven Design"-Vortrag von Wolfgang. Dieser Vortrag war weniger über spezifischen Code als vielmehr eine High-Level-Sicht auf das Entwerfen von Software. Der Vortrag hier war ein Appetizer auf einen Workshop der Erlanger Perlmongers, der am 16.11. in Erlangen stattfindet.

LanX hat eine verbesserte Version seines Regexes vom Vortag vorgestellt, bei dem jetzt escapted Quotes berücksichtigt werden.

Renée hat noch zwei Vorträge gehalten: Zum einen über Plugins für die Regex-Engines, mit denen man ggf. langsame Reguläre Ausdrücke schnell machen kann. Und im zweiten Vortrag hat er die Tropo-API vorgestellt und mit zwei Beispielen gezeigt, was man so alles machen kann.

Den Abschluss machte LanX, der zeigte, wie man Perl mit Boardmitteln so erweitern kann, dass jeder Highlighter damit zurechtkommt und es auch in älteren Perls funktioniert.

Dann war der Workshop auch schon zu Ende. Vielen Dank an Thomas für die Organisation des Workshops und auch an die Teilnehmer. In diesem Jahr waren sehr viele Nicht-Frankfurter anwesend. Zum einen zwei Erlanger Perlmongers, die extra für den Workshop angereist sind, aber auch zwei weitere Besucher die durch Zufall an diesem Wochenende in der Nähe waren (Friedrich: Wir hoffen, der Marathon am Sonntag ist erfolgreich verlaufen!).

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